Zeckenabwehr, Zeckenprofilaxe

Zecken, diese winzigen Blutsauger machen vor nichts Halt und können deinen Hund ernsthaft schaden. Daher ist eine Zeckenabwehr beim Hund essenziell. Wenn du deinen Hund schützen möchtest und nicht immer auf aggressive Chemie mit unerwünschten Nebenwirkungen setzen möchtest, dann bist du hier genau richtig.

In diesem Beitrag zeige ich dir natürliche Mittel, mit denen du deinen Hund vor Zecken schützen kannst. Das ganze ohne Hysterie, doch mit gesundem Menschenverstand und viel Erfahrung aus dem Alltag mit Hund.

Warum Zecken für Hunde so gefährlich sind

Viele Menschen unterschätzen Zecken, doch sie können Krankheiten auf den Hund übertragen, die teilweise lebensbedrohlich sind.

Die wichtigsten Krankheiten, die von Zecken übertragen werden im Überblick:

  • Borreliose: Kann sich durch Lahmheit, Fieber, Gelenkentzündungen oder sogar neurologische Ausfälle äußern
  • Anaplasmose: Führt zu Abgeschlagenheit, Fieber und Gelenkschmerzen.
  • Babesiose (Hundemalaria): Sie zerstört die roten Blutkörperchen und kann unbehandelt tödlich verlaufen.
  • Ehrlichiose: Greift das Immunsystem an und verläuft häufig chronisch.
  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): Kann das Nervensystem stark beeinträchtigen.

Die Krankheitserreger werden von den Zecken meist nicht sofort nach dem Biss übertragen, doch je länger sie am Hund verbleiben, desto höher ist das Risiko und daher ist Vorsorge das A und O.

Warum natürliche Zeckenabwehr beim Hund sinnvoll ist

Viele herkömmliche Mittel wie Spot-Ons, Halsbänder oder Tabletten basieren auf Insektiziden. Sie können wirksam sein, haben aber auch unerwünschte Nebenwirkungen und belasten den Hund.

Viele Hundehalter – vielleicht auch du – suchen deshalb nach einer sanfteren Lösung. Etwas, das schützt, aber nicht so sehr schadet. Genau da können natürliche Mittel helfen.

Natürliche Mittel gegen Zecken beim Hund

Hier stelle ich dir die besten natürlichen Zeckenabwehrmittel vor. Sie sind praxiserprobt, gut verträglich und einfach in der Anwendung:

  1. Kokosöl
    Kokosöl enthält Laurinsäure, die mögen Zecken überhaupt nicht und machen einen großen Bogen darum. In einer Studie entfernten sich bis zu 1005 der Zecken von behandelten Flächen. Kokosöl wirkt nicht nur abschreckend auf Zecken, sondern pflegt auch Haut und Fell deines Hundes.

    Anwendung:
    Eine kleine Menge Kokosöl in den Händen verreiben und gezielt auf das Fell deines Hundes einmassieren. Verteile das Kokosöl besonders am Bauch, Beinen, Hals und Ohren. Am besten vor jedem Spaziergang.
    Achte beim Kokosöl auf einen hohen Laurinsäuregehalt.
  2. Zitroneneukalytusöl
    Dieses ätherische Öl riecht für uns angenehm frisch, doch Zecken mögen es überhaupt nicht. Es wirkt auf ihr Nervensystem und hält sie zuverlässig fern.

    Anwendung:
    2-3 Tropfen mit 100 ml Wasser vermischen und in eine Sprühflasche geben. Vor dem Spaziergang auf das Fell des Hundes auftragen, besonders auf Beine und Bauch. Aber nicht direkt ins Gesicht oder auf Schleimhäute!

    Achtung: Nicht bei Katzen anwenden!
  3. Schwarzkümmelöl
    Schwarzkümmelöl enthält Thymoquinon eine Substanz, die Zecken so gar nicht mögen. Viele Hundehalter*innen schwören auf die tägliche Gabe in Futter.

    Anwendung:
    Je nach Gewicht 3-5 Tropfen ins Futter mischen. Alternativ kann man es auch mit Wasser verdünnen und auf das Fell geben.

    Achtung: Nicht bei Katzen anwenden!
  4. Bierhefe
    Bierhefe enthält viele B-Vitamine, die den Körpergeruch deines Hundes leicht verändern, und ihn so scheinbar für Zecken uninteressant machen.

    Anwendung:
    Bierhefe gibt es in verschiedenen Formen, meist als Pulver oder Tablette, die täglich ins Futter gemischt werden. Ich schwöre auf Bierhefe in flüssiger Form, da sie eine sehr gute Bioverfügbarkeit hat.
  5. Ätherische Öle
    Neben dem weiter oben vorgestellten Zitroneneukalyptus wirken auch Geraniol, Lavendel- und Neemöl abschreckend auf Zecken. Ätherische Öle sollten immer mit Bedacht und stark verdünnt angewendet werden.

    Anwendung:
    1-2 Tropfen von dem ätherischen Öl in ein Trägeröl (10 ml), wie z.B. Jojoba- oder Mandelöl mischen. Diese Mischung punktuell auftragen, bitte darauf achten, dass es nicht auf Schleimhäute oder offene Stellen kommt.

Was du zusätzlich gegen Zecken tun kannst

Die natürlichen abwehrenden Mittel kannst du noch mit einigen praktischen Maßnahmen kombinieren, um es den Zecken so Schwer wie möglich zu machen.

  • Regelmäßig absuchen: Nach dem Spaziergang deinen Hund auf Zecken kontrollieren.
  • Abstreifen: Bei Hunden mit kurzem Fell, kannst du mit einer Kleiderrolle nach dem Spaziergang über das Fell streifen und so die Zecken einsammeln.
  • Rasen kurzhalten: Wenn dein Hund oft im Garten unterwegs ist, dann kann es helfen den Rasen kurz zu halten.

Natürliche Zeckenabwehr hat seine Grenzen

So hilfreich natürliche Mittel sein können, nicht alle Hunde sprechen gleichermaßen auf sie an. Gerade bei Hunden, die die reinsten „Zecken-Magnete“ sind reichen natürliche Mittel oft nicht aus. Manchmal helfen dann Kombinationen aus mehreren Methoden. Doch ist das nicht ausreichend, dann solltest du so verantwortungsbewusst sein und auch auf chemische Alternativen zurückgreifen, denn letztlich zählt der Schutz deines Hundes, vor den von Zecken übertragenen Krankheiten.

Unterm Strich können wir sagen, dass Zecken leider zu unserem Hundealltag dazugehören, doch mit ein paar Maßnahmen und Mitteln, sind wir ihnen nicht hilflos ausgeliefert, sondern können unseren Hund sicher durch die Zeckensaison bringen und das (fast) ohne Chemiekeule.

Wenn du deinen Hund möglichst natürlich vor Zecken schützen möchtest, empfehle ich dir ausgewählte und von mir erprobte Produkte, die sich in der Praxis bewährt haben und gut verträglich sind.

Meine persönlichen Empfehlungen für eine natürliche Zeckenabwehr beim Hund:

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